Discount-Zertifikat: Chance- und Risikoverhältnis

Zertifikate haben insbesondere in diesem Jahrtausend an Bedeutung gewonnen. Bei einem Discount-Zertifikat investiert der Anleger sein Geld nicht direkt in den Basiswert.

Discount-Zertifikat: Einfach erklärt

Bei einem strukturierten Produkt spricht man häufig auch von einem Zertifikat. Es gibt eine Vielzahl von strukturierten Produkten.

Mit sog. Zertifikaten lassen sich häufig bessere Chance-/ Risikoverhältnisse darstellen als bei einem Direktinvestment in den zugrunde liegenden Basiswerten. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass es sich rechtlich um Schuldverschreibungen handelt und somit ein Emittentenrisiko (Bonitätsrisiko) besteht.

Bei einem Discount-Zertifikat investiert der Anleger sein Geld nicht direkt in den Basiswert (z.B. Aktie), sondern er versucht über das strukturierte Produkt von dem Kursverlauf des Basiswertes zu profitieren. Er "kauft" den Basiswert unter dem aktuellen Börsenkurs (also mit einem Abschlag / Discount). Dafür verzichtet er allerdings auf eine unbegrenzte Gewinnchance (Cap) und evtl. Dividendenzahlungen sowie sein Stimmrecht.

Die Rückzahlung erfolgt bei Fälligkeit in Form von Geld (in manchen Fällen auch in Form der Lieferung des Basiswertes in einem bestimmten Verhältnis, z.B. 1:1). Die Rückzahlung ist abhängig von dem Kurs des zugrundeliegenden Basiswertes.

Es ergeben sich zwei Möglichkeiten:

  1. Der Kurs des Basiswertes liegt über dem Cap
    Der Investor erhält die Rückzahlung in Höhe des Cap
  2. Der Kurs des Basiswertes liegt unter dem Cap
    Der Investor erhält die Rückzahlung in Höhe des aktuellen Kurses des Basiswertes

Einen Verlust erleidet der Anleger erst, wenn der Kurs des Basiswertes bei Fälligkeit unter dem Einstandskurs bei dem Zertifikat liegt. Anders ausgedrückt, erst wenn der Basiswert (z.B. Aktie) mehr verliert als der Discount beim Einstieg beträgt, erleidet der Investor einen Verlust.

Beispiel: